Die richtige BIM Lösung

AEC3 unterstützt die neue IFC2x3 Zertifizierung

Softwarehäusern, die das IFC Datenformat in ihren Programmen unterstützen, bietet buildingSMART International bereits seit über 10 Jahren eine IFC-Zertifizierung an. Dabei wurde geprüft, ob ein Softwarehaus grundsätzlich in der Lage ist, den IFC Standard zu unterstützen.
Zur deutlichen Steigerung der Qualität der IFC-Implementierung wurde ein neues Zertifizierungsverfahren entwickelt, da die Akzeptanz von BIM entscheidend von der Qualität der erzeugten Bauwerksmodelle und deren Übertragung in weiterführende Anwendungen abhängt. Neben den Modellierungsfähigkeiten einzelner Applikationen sind vor allem auch Funktionsumfang und Bedienbarkeit der open-BIM Schnittstelle maßgeblich.
Bei der Entwicklung des neuen Verfahrens auf Basis einer Online Zertifizierungsplattform arbeiten das Institut für angewandte Bauinformatik München (iabi), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und AEC3 eng zusammen.

Das neue Zertifizierungskonzept sieht dabei eine enge Kooperation zwischen den Softwarespezialisten der teilnehmenden Applikationen und dem Zertifizierungsteam vor. Nur auf diese Weise kann ein Optimum an Qualität erreicht werden. Das Konzept ist so angelegt, dass unterschiedliche Modellanforderung (Model View Definition - MVD) bearbeitet und zertifiziert werden können. Im ersten Schritt konzentriert sich die Zertifizierung auf die offizielle Modellanforderung von buildingSMART für die Koordinierung unterschiedlicher Gewerke, den IFC2x3 Coordination View Version 2.0. Das gesamte IFC Schema geht weit über die Modellanforderungen dieses Coordination View hinaus. Daher wird die notwendige Untermenge für diese der Modellanforderung zu Grunde liegenden Datenaustauschszenarien (Exchange Requirements) definiert und aus deren Summe ein gültiges IFC Teilschema erstellt. Für den IFC2x3 Coordination View gibt es folgende Datenaustauschszenarien:

  • Export des Architekturmodells
  • Export des Tragwerksmodells
  • Export der TGA-Modelle
  • Import der oben genannten Modelle

Jede teilnehmende Softwareapplikation wird speziell für einen oder mehrere dieser Datenaustauschszenarien zertifiziert und erhält dafür spezifische Test Instruktionen zugewiesen.


Test Instruktionen für Architektur, TGA, Tragwerksplanung

Diese Test Anleitungen werden auf den Zertifizierungsserver geladen und automatisch den Software- Entwicklern der teilnehmenden Applikationen zugewiesen.
Der Zertifizierungsserver (Global Testing Documentation Server - GTDS) ist eine datenbankgestützte Webapplikation basierend auf einer Oracle 11g Datenbank. Gegliedert in öffentliche und nicht öffentliche Bereiche ist GTDS das zentrale Test- und Dokumentationswerkzeug für die IFC2x3 Zertifizierungen.
Anhand der Test-Anleitungen erstellen die Entwickler die geforderten Modelle und erzeugen anschließend die entsprechende IFC-Datei.

Diese IFC Datei wird wiederum auf den Zertifizierungsserver hochgeladen und sofort automatisch im IFC Checking Tool geprüft. Sollte die Datei noch fehlerhaft sein, erfolgt eine Fehleranzeige mit der Angabe des Fehlercodes und einer Erläuterung mit einem Vorschlag zur Behebung des Fehlers. Neben wirklichen Fehlern werden auch Warnungen und Kommentare zur Verbesserung der IFC Implementierung ausgegeben. Integriert in dieses Prüf-Tool ist ein 3D Viewer zur Anzeige des Modells mit allen geometrischen und alphanumerischen Informationen.
Die automatische Überprüfung im Checking Tool erfolgt bis zum Erreichen einer fehlerfreien Datei, danach folgt der manuelle Test der Datei. Sind alle geforderten Test Dateien erfolgreich absolviert, wird die Software Applikation zertifiziert. Eine Liste der zertifizierten Software Applikationen finden sie hier.

Derzeit beteiligen sich 20 Softwarehersteller mit insgesamt 25 Applikationen am laufenden Zertifizierungsprozess. Dieser hat sich bisher bewährt und die Rückmeldungen von den teilnehmenden Softwarefirmen sind grundsätzlich sehr positiv. Eine erste Qualitätsverbesserung der ausgelieferten System am Markt ist ebenfalls spürbar. Die praktische Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge fließen bereits in diese Zertifizierungsrunde ein, so wurden weitere Schritte automatisiert, der Workflow detaillierter abgebildet und nötige Anpassungen am Zertifizierungsserver vorgenommen.

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