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GAEB DA XML: Basisdatenaustausch für die D-A-CH-Länder

AEC3 analysierte für die Studie "D-A-CH XML-Datenaustausch AVA - Definition einer XML-Austauschbasis für die D-A-CH-Länder unter Berücksichtigung der landesspezifischen Austauschstandards" (10.08.17.7-12.03) die Austauschformate der drei D-A-CH-Länder, GAEB DA XML 3.1, ÖNORM A 2063:2011 und SIA 451 XML (Entwurf 2009), und stellte die daraus gezogenen Schlussfolgerungen im Juni 2013 auf einem ersten Work-shop vor. Als Resultat konnten folgende drei Ergebnisse festgehalten werden :

  • Der Aufwand zu groß und die Erfolgsaussichten zu gering: Es wird davon abgesehen, den angestammten Austauschformaten einen Basis-Datenaustausch an die Seite zu stellen.
  • Kurzfristig nicht, aber langfristig eventuell schon: Durch Harmonisierung über die kommenden Jahre hinweg könnten die Standards im Rahmen der anstehenden Pflege in eine einheitliche Form gebracht werden.
  • Noch Standardisierungs- und Harmonisierungsbedarf in den (Leistungs-) Phasen davor: Eine Durchgängigkeit der Daten von der (Grob-)Konzeption bis hin zur Ausschreibung, ist - in den drei D-A-CH-Ländern - noch nicht gegeben. Sie ist aber für eine realistische Kostenschätzung bzw. -planung essentiell. Sie wurde als etwas angesehen, das unabhängig von nationalen Bautraditionen, grenz-übergreifend erarbeitet werden könnte.

Bei einem zweiten Workshop rückten vor allem die Arbeiten des AK 2 von ON-AG 011.09 in den Mittelpunkt, der zur Zeit die ÖNORM A 6240-5 erarbeitet und im gleichen Zusammenhang die ÖNORM A 6240-4 an die neues¬ten Erkenntnisse anpasst. Um für eine zukünftige Diskussion gut gewappnet zu sein, schlug AEC3 vor, sich zunächst darüber klar zu werden, was hierbei die deutsche Sicht ist bzw. welche Wünsche und Ansprüche hieran von der GAEB-Seite gestellt werden. AEC3 brachte für diese Arbeiten die genormte IDM Methode in Spiel.
Aus Sicht von AEC3 ist es für einen fehlerfrei funktionierenden Datenaustausch notwendig, dass ebenso der ihn einbettende Prozess Regeln folgt. Beispielsweise könnten der Planer/Architekt und der Auftraggeber in den besagten (Leistungs-) Phasen wie folgt vorgehen:



Bei den auszutauschenden Inhalten gibt es ebenso Standardisierungspotential: Die verschiedenen Detaillierungsstufen, Kubatur, Räume, Elemente, Bauprodukte, LV-Positionen stehen in Verhältnissen zueinander, die zu einem großen Maße standardisiert werden können, um den Effizienzgewinn für den Planungsprozess zu maximieren. AEC3 schlug vor, dass der GAEB hier aktiv werden sollte. AEC3 zeigte noch ein weiteres Betätigungsfeld auf: Eine umfassende deutschsprachige Bauklassifikation auf Basis der ISO 12006-2 (s. auch Uniclass 2 in UK und OmniClass in USA). Sie ist ideal dazu geeignet, als roter Faden von der (Grob-) Konzeption bis hin zum Abbruch die Durchgängigkeit der Daten zu unterstützen. Auch hier sollte der GAEB aus Sicht von AEC3 aktiv werden.





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